Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Selten benutzt man auch die Worte Schmetterlings- oder Engelskinder. Nicht zu vergessen sind auch die Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten.

 


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Welche Bestattungsarten gibt es?

 

 

Erdbestattung ohne Einäscherung (eigenes Grab, Familiengrab)

 

Bei einer Erdbestattung ohne Einäscherung wird der Leichnam in einen Sarg gebettet und in einem Grab auf dem Friedhof beigesetzt. Entweder in einem Familiengrab oder in einem einzelnen Grab. Dort kann man dann noch zwischen einem Wahl- oder Reihengrab entscheiden.

 

Feuerbestattung (Gemeinschaftsgrab, eigenes Grab, Familiengrab)

 

Bei einer Feuerbestattung wird der Verstorbene verbrannt und in einer Urne beigesetzt. Man kann zwischen einer Urnenwahlstelle- oder Urnenreihenstelle (Wand, Grab, Halle) wählen. In den seltensten Fällen, darf aufgrund des Friedhofzwangs in Deutschland die Asche verstreut werden. Auch eine anonyme Beisetzung ist möglich.

 

Gemeinschaftsgrab für Sternenkinder

 

Mittlerweile bieten immer mehr Gemeinden ein Gemeinschaftsgrab für Sternenkinder auf dem Friedhof an. Diese Beisetzung ist meist kostenlos. Die Verstorbenen werden eingeäschert und die Totenasche wird gesammelt. Regelmäßig wird sie im Beisein der Angehörigen und einer Trauerfeier beigesetzt. Auch immer mehr Krankenhäuser bieten eigene Gemeinschaftsgrabfelder für Sternenkinder an.

 

Bestattung z.B. im eigenen Garten (nur bei Fehlgeborenen Kindern möglich)

Hier befinden sie sich in einer gesetzlichen Grauzone. Laut Personenstandgesetz gilt ein fehlgeborenes Kind nicht als Person und ist somit nicht existent. Dies ermöglicht ihnen theoretisch also eine Bestattung z.B. im eigenen Garten. Für den Transport müssen sie keinen Bestatter beauftragen. Sie dürfen ihr Kind im eigenen PKW transportieren.

 

Einäscherung im Ausland (z.B. Niederlande und Schweiz)

 

Eine Einäscherung im Ausland ermöglicht es, die Asche des Verstorbenen in einer Urne zur freien Verfügung mit nach Hause zu nehmen. Dies ist bei einer Einäscherung in Deutschland aufgrund des Friedhofzwangs nicht gestattet.

 

Baumbestattung / Friedwald / Ruheforst / Trauerwald

 

Bei dieser Naturbestattung wird die Totenasche (Kremierung) des Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baumes zur letzten Ruhe gebettet. Diese Bestattungsart gibt es anonym oder mit Namensnennung. Diese erfolgt aber nicht wie bekannt auf einem Kreuz oder Grabstein. Diese sind wie auch Blumenschmuck und generelle Grabgestaltung nicht gestattet. Auf Wunsch wird der Name auf einem zentralen Denkmal oder auf einer kleinen Plakette am Baumstamm festgehalten.

Ausführliche Informationen und Orte von Ruheforsten finden sie hier und hier.

 

Luftbestattung

 

Bei einer Luftbestattung wird die Totenasche (Kremierung) eines Verstorbenen verstreut. Dies geschieht von einem Flugzeug oder einem Heißluftballon aus. Mittels Navigationsgerät werden die genauen Koordinaten ermittelt und in einer, für die Angehörigen ausgehändigten, Urkunde festgehalten. Es gibt aber auch die Variante mittels Feuerwerkskörper. Dies nennt man dann Nachthimmelbestattung. Eine Luftbestattung kann auch anonym erfolgen.

 

Seebestattung

 

Bei einer Seebestattung wird die Totenasche (Kremierung) eines Verstorbenen in einer Wasserlöslichen Urne nach seemännischen Bräuchen der See übergeben. Dies erfolgt in der Ost- oder Nordsee. Wahlweise auch im Atlantik, Mittelmeer oder in anderen Weltmeeren. Für diese Bestattungsart muss eine Aufhebung des Friedhofzwangs beantragt werden.

Weitere Informationen und mögliche Seegebiete können sie hier nachlesen.

 

Diamantenbestattung

 

Bei der Diamentenbestattung wird die Totenasche (Kremierung) des Verstorbenen in einem speziellen Verfahren in einen Diamanten umgewandelt. Die Kosten richten sich danach, wie viel Karat der Diamant haben soll. Aufgrund des Friedhofzwangs, ist diese Art der Bestattung nur über Anbieter im Ausland möglich (Care: Es bedarf einer gesonderten Einäscherung bei niedrigeren Temperaturen als üblich)

Alternative Erinnerungsdiamanten:

Alternativ besteht die Möglichkeit, einen Erinnerungsdiamanten vom Keratin in den Haaren fertigenzu lassen. Solch ein Diamant kann unabhängig vom Bestattungsgesetzen oder der Bestattungsart auch von den Haaren der noch Lebenden gefertigt werden.

 

Weltraumbestattung

 

Bei einer Weltraumbestattung werden in der Regel 1-7 Gramm Totenasche (Kremierung) eines Verstorbenen in eine Metallkapsel gefüllt und mittels Rakete in den Weltraum zu den Sternen befördert. Es wird eine niedrige Erdumlaufbahn ausgesucht, so dass die Mini-Urne beim Eintritt zurück in die Erdumlaufbahn wie eine Sternschnuppe verglüht. Man muss sich jedoch auf lange Wartezeiten einstellen, da meist nur 1 Flug im Jahr startet.

Die restliche Totenasche kann dann auf Wunsch Luft-, See- oder Erdbestattet werden.

 

Mondbestattung:

 

Bei einer Mondbestattung werden 1 Gramm der Totenasche mit einer Mondsphäre auf die letzte Reise geschickt. Der Rest wird bei einer Zeremonie in der Nähe des Raketenstartplatzes auf See verstreut. Der Name des verstorbenen wird auf einer Plakette an der Mondsphäre eingraviert. Diese Art der Bestattung bietet zur Zeit Celestis in den USA an.

 

Naturbestattungen in der Schweiz:

 

  1. Bergbach-/ Fluss-/ Wasserfallbestattung

    Bei dieser Art der Bestattung wird die Totenasche in einem Gebirgsbach, Fluss oder Wasserfall verstreut, worin diese in die Natur zurück fließt.

  2. Bergwiesen-/ Almwiesenbestattung

    Hier wird die Totenasche in die geöffnete Grabnarbe am ausgewählten Ort ein geschüttet oder verstreut. Grabschmuck ist meist nicht erlaubt.

  3. Felsbestattung

    Die Totenasche wird unter der Grasnarbe neben einem auserwählten Felsen beigesetzt oder verstreut. Grabschmuck ist nicht gestattet.

  4. Windbestattung

    Bei der Windbestattung wird die Totenasche des Verstorbenen in den Wind verstreut. Angehörige können hier ihre Ideen, Wünsche und Überlegungen äußern und bestenfalls umsetzen. Denn bei einer Windbestattung gelten keine klaren Richtlinien.

 

 

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