Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Selten benutzt man auch die Worte Schmetterlings- oder Engelskinder. Nicht zu vergessen sind auch die Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten.

 


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Mangel an MIC-1 Protein

 

 

Dr. Euan Wallace fand in einer Studie heraus, dass Frauen mit einer Fehlgeburt eine geringe Konzentration dieses Proteins haben, als Frauen mit einer glücklich endenden Schwangerschaft. Dieser Eiweißstoff in der Plazenta ist besonders in einem frühen Stadium der Schwangerschaft aufgrund hoher Konzentration nachweisbar.

 

Untersucht wurden 300 Frauen, die sich in der 6-13 Schwangerschaftswoche befanden. Bei 100 Frauen, die zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlitten, war der MIC-1 Wert (Macrophage Inhibitory Cytokine 1) deutlich vermindert. So lag der Wert nur bei etwa 1/3 der normalen Konzentration, als bei Frauen mit normalen Schwangerschaftsverlauf. Dieser Wert scheint eine wichtige Rolle für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zu spielen.

 

Schon mehrere Wochen vor der Fehlgeburt hatten die betroffenen Frauen einen erniedrigten MIC-1 Wert. Dies könnte möglicherweise ein Warnsytem für eine Fehlgeburt sein.

 

Weitere Studien sollen aufgrund diesen Ergebnissen durchgeführt werden.

 

 

 

Multivitamin erhöht Fehlgeburtsrisiko

 

 

Eine aktuelle dänische und US-amerikanische Studie (2014) fand jetzt heraus, dass eine regelmäßig Einnahme von Multivitamintabletten das Risiko für eine Fehlgeburt um 30% erhöht (Fehlgeburten die keine anderen Ursachen hatten). Sie sollen das Kind schädigen. Besonders in den ersten Schwangerschaftswochen sei die Einnahme sehr bedenklich.

 

Untersucht worden 35.914 Frauen die schon mindestens 12 Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft regelmäßig Multivitamine eingenommen haben.

 

Dies bedeute jedoch nicht, Vitamine generell zu vermeiden. Beispielsweise verringern Vitamin C,D und B9 das Risiko von spina bifida um 70%. Forscher raten deshalb zu einem vorsichtigen Umgang mit Nahrungsergänzungsmittel. Weitere Studien zu diesem Bereich sind geplant.

 

 

 

Entzündungshemmende Schmerzmittel erhöhen nicht das Risiko einer Fehlgeburt

 

 

 

Bisher war man der Annahme, dass NSAR (Nichtsteriodale Antirheumatika) das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen würde.

 

Eine kanadische Studie (2011) bestärkte diesen Verdacht. Untersucht wurden die Daten von 67.160 Frauen. 4705 Frauen hatten einen Spontanabort bis zur 20 Schwangerschaftswoche. Jede dieser Frauen wurde einer Frau in entsprechender Schwangerschaftswoche ohne Spontanabort zugeordnet.

 

Von den Frauen mit Spontanabort hatten 7,5% NSAR in der Schwangerschaft eingenommen. Bei den Frauen der Kontrollgruppe waren es nur 2,6%. Somit solle das Risiko eines Spontanabortes um das 2,4-fache erhöht sein bei Einnahme von NSAR. Besonders hervor stach hier Diclofenac®

 

Ein wichtiger Aspekt wurde in dieser Studie jedoch nicht berücksichtigt. Es wurden nur wenige Risikofaktoren berücksichtigt. So konnte man nicht ausschließen, dass die Fehlgeburt aufgrund einer Begleiterkrankung geschehen ist oder die Frauen NSAR aufgrund abdomineller Beschwerden eingenommen hatten. Diese Beschwerden können durch eine schon beginnende Fehlgeburt hervorgerufen worden sein.

 

 

Eine israelische Studie (2014) hat diese Annahme das NSAR das Risiko einer Fehlgeburt erhöht jetzt widerlegt. Die Daten von 65.457 Frauen von 2003-2009, die zur Entbindung (90%) oder aufgrund einer Fehlgeburt (10%) in dieselbe Klinik kamen, wurden ausgewertet. 6,9% aller Frauen hatten im ersten Schwangerschaftstrimester NSAR (Diclofenac®, Ibuprofen®, Naproxen®,...) eingenommen.

 

8,2% der Frauen, die diese Medikamente eingenommen hatten erlitten eine Fehlgeburt. Bei den Frauen die diese Medikamente nicht eingenommen haben lag die Zahl bei 10%.

 

Diesmal wurden auch sämtliche Risiko- bzw. Störfaktoren in die Studie mit einbezogen.

 

Demnach erhöhe die Einnahme von NSAR das Risiko für eine Fehlgeburt nicht! Jedoch sollte man dies nicht als „Freifahrtschein“ betrachten und Nutzen sowie Risiko bei eventueller Einnahme abwägen. Das allgemeine Risiko für eine Fehlgeburt sei zwar nicht erhöht. Jedoch habe man nicht den Einfluss dieser Medikamente auf das Kind untersucht.

 

 

Passivrauchen erhöht das Risiko einer Fehlgeburt

 

Das passiv rauchen das Fehlgeburtsrisiko erhöht ist natürlich nicht neu. Schon viele verschiedene Studien haben gezeigt, wie schädlich nicht nur das aktive sondern auch passive Rauchen in der Schwangerschaft ist.

Die aktuelle Studie jedoch unterscheidet sich von den bisherigen Studien aufgrund ihrer Kontrollgruppe. So bestand diese aus Frauen, die nie in ihrem Leben geraucht hatten, ehemalige Raucherinnen und Frauen die dem passiv rauchen ausgesetzt waren. Die Raucherinnen in dieser Studie hatten mindestens 100 Zigaretten in ihrem Leben geraucht.

Untersucht wurden die Daten von 80.000 Frauen nach der Menopause, die an der "Womens's Health Initiative Observation Study" teilgenommen haben. 6,3% von diesen Frauen waren Raucherinnen, 43% waren ehemalige Raucherinnen und 51% Nichtraucher. 32% von Ihnen hatten mindestens 1 Fehlgeburt, 4,4% eine Totgeburt und 2,5% eine Eileiterschwangerschaft erlitten.

Die Frauen die währrend ihrer reproduktiven Jahre rauchetn, hatten - entgegen den Nichtraucherinnen - ein um 16% höheres Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden. Das Risiko einer Eileiterschaft war um 43% und eine Totgeburt um 44% erhöht.

 

Desweiteren wiesen die Wissenschaftler darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen passiv rauchen und Schwangerschaftskomplikationen bestand, bei Frauen die nie geraucht hatten. Sie unterschieden nochmals die Frauen, die im höchste Maße des passivs rauchen ausgesetzt waren. Das heißt: Frauen die 10 Jahre als Kind passiv Dämpfe eingeatmet hatten, 10 Jahre als Erwachsener an einem verqualmten Arbeitsplatz und 20 Jahre passiv rauchen als Erwachsener in einer Wohnung. Hier erhöhte sich das Fehlgeburtsrisiko geringfügig auf 17%. Das Risiko einer Totgeburt jedoch auf 55% und einer Eileiterschwangerschaft sogar auf 61%.