Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Selten benutzt man auch die Worte Schmetterlings- oder Engelskinder. Nicht zu vergessen sind auch die Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten.

 


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Mögliche Ursachen:


Genetische Faktoren

Beim Kind:

Der häufigste Grund hier ist eine zahlenmäßige Veränderung der Chromosome von eigentlich 46, auf 45 oder 47, Träger des Erbguts. Den Embryonen fehlt hierbei meist ein X- oder Y-Chromosom oder sie haben eine sogenannte Trisomie. Am häufigsten tritt die Trisomie 16 auf.

Bei den Eltern:

Bei den Eltern können Gene innerhalb ihres Chromosomenpaares (jedes Chromosom gibt es zweimal + Geschlechtschromosomen XX und XY) verschoben sein. Beide Chromosomen eines Chromosomenpaares müssen die selben Gene enthalten. Bei einer Störung haben nicht beide Chromosome eines Chromosomenpaares die selben Gene sondern die Gene sind nur in einem Chromosom enthalten. Dies nennt man "balancierte" Translokation.

 

Fehlbildungen der Gebärmutter

Eine Teilungshaut in der Gebärmutter, Myome, Verwachsungen, Polypen und Endometriose können zu Problemen bei der Einnistung oder des Wachstums des Embryos kommen.

 

Gerinnungsstörungen

Eine Gerinnungsstörung bedeutet eine Neigung zu Thrombosen. Dies kann zu einer leichten Durchblutungsstörung der Plazenta und somit zur Unterversorgung des Kindes mit Nährstoffen aus dem mütterlichen Blut führen. Es finden so genannte Mikrothrombosen statt.

 

Immunität („Partnerähnlichkeitsreaktion“)

Der Embryo trägt neben den mütterlichen Genen auch die Gene des Vaters. Diese sind dem Immunsystem der Mutter fremd. Somit werden Antikörper gebildet um den „Eindringling“ zu bekämpfen. Diese Reaktion führt zum Schutz und somit zum Überleben des Embryos.

Bei einer „Partnerähnlichkeitsreaktion“ erkennt das mütterliche Immunsystem die Gene des Vaters nicht genug als fremd an. Dadurch werden keine Antikörper gegen die embryonalen Zellen gebildet und die Gefahr einer Fehlgeburt steigt.

 

Autoimmunantikörper

Diese Antikörper richten sich gegen die körpereigenen Strukturen. Bei einer Erhöhung dieser Antikörper kann es zu einer Fehlgeburt kommen. Als mögliche Verursacher gelten vor allem: Lupusantikoagulans, Antiphospholipid- und die Anticardiolipin-Antikörper. Diese richten sich gegen die Blutplättchen, die Thrombozyten und der Innenhaut der Blutgefäße. Eine Verengung der Blutgefäße sowie Mikrothrombosen sind die Folge. Dadurch wird die Durchblutung und die Ernährung des Embryos erschwert, welche zur Unterversorgung und Tod des Embryos führen können.

 

Erhöhung des Homocysteins (MTHFR-Mutation)

Diese Erhöhung führt zu einer erheblichen Störung des Folsäure-Stoffwechsels und somit zu einem Folsäuremangel. Dadurch kann es zu Fehlbildungen (offener Rücken, Anenzephalien,...) kommen und somit zur Fehlgeburt. Auch werden durch die Erhöhung des Homocysteins die Gefäßinnenwände verletzt. Diese verengen sich und es steigt die Thromboseneigung in der Gebärmutter. Dadurch kann es wieder zu einer Unterversorgung und Tod des Embryos kommen.

 

Hormonstörungen

Eine Fehlfunktion der Schilddrüse, Hypophyse und Eierstöcke führen zu Hormonstörungen und somit ggf. zu einer Fehlgeburt.

Beispielsweise:

Corpus Luteum-Insuiffizienz (Gelbkörperschwäche)

Der Gelbkörper entsteht im Eierstock nach dem Eisprung aus den verbliebenen Zellen der Hülle. Er bildet in der zweiten Zyklushälfte Progesteron, welches die Gebärmutterschleimhaut umwandelt, damit sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Bei einer Schwäche werden zu wenig Gelbkörperhormone gebildet.

Hyperandrogenämie (Überproduktion männlicher Geschlechtshormone)

Polycystische Ovar (PCO)-Syndrom

Schilddrüsenunter-/ und Überfunktion

Autoimmunthyreoiditis

So wird eine Schilddrüsenentzündung gennant, die durch eine fehlgeleitete körperliche Abwehr ausgelöst wird. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen den eigenen Organismus. Diese greifen die Zellen der Schilddrüse an und führen je nach Grad der Entzündung zu einer Unterfunktion oder Ausfall der Schilddrüse. Dies führt zu einem hohen Hormonmangel.

 

Diabetes mellitus

Durch den Mangel an dem Hormon Insulin steigt der Zuckerspiegel. Wenn er nicht erkannt oder nicht richtig eingestellt ist, kann dies zu einer Fehlgeburt führen.

 

Gifte

Rauchen

Durch Rauchen erhöht sich hauptsächlich das Frügeburtsrisiko. Alle Blutgefäße, auch die der Plazenta, werden verengt. Die Blutgefäße in der Plazenta können sogar dauerhaft geschädigt werden.  Das Kind wird also mit weniger Blut und folglich mit weniger Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Gefäße werden.

Alkohol/Drogen

Alkohol führt hauptsächlich zur Schädigung des Kindes. Durch Drogenkonsum erhöht sich das Frühgeburtsrisiko.

Chemikalien/Schadstoffe 

Schwermetalle wie Blei, Arsen, Cadmium und Quecksilber können per Nahrung aufgenommen oder eingeatmet werden. Sie lagern sich in der Hirnanhangsdrüse, dem Eierstock oder in der Samenflüssigkeit ab und reichern sich dort an. Folge sind Fehlgeburten und Missbildungen.

 

Alter

Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko von Chromosomenfehlverteilung: Trisomien und spontane Chromosomenanomalien. Die Fehlgeburtsrate steigt signifikant:

20-24 Jahre - 8,9%

Ab 35 Jahre steigt das Risiko deutlich an

42 Jahre - 54,5%

45 Jahre - 74,7%

48 Jahre - 84,1%

 

Vitamin D Mangel (umstritten)

 

Psychische Faktoren


Uterusanomalien

 

Vorangegangene Fehlgeburt/en 

Mit jeder Fehlgeburt steigt das Risiko einer weiteren Fehlgeburt (Je nach Grund der vorausgegangen Fehlgeburt. Diese Zahlen können also erheblich variiren!)

(Erste Schwangerschaft - 11-15%)

Nach 1 Fehlgeburt - 12-24%

Nach 2 Fehlgeburten - 19-35%

Nach 3 oder mehr Fehlgeburten - 25-46%

Das Bild der wiederholten Fehlgeburten zeigt sich bei 0,5 - 2% aller klinischen Schwangerschaften. In 50% aller Fälle kann keine unmittelbare Ursache gefunden werden.


Antikörper gegen den Mutterkuchen

Diese Ursache sollte besonders nach mehreren Fehlgeburten in Betracht gezogen werden. Bei Frauen mit 2 oder mehr Fehlgeburten konnten diese Antikörper in 17% der Fälle nachgewiesen werden. Bei 3 oder mehr Fehlgeburten waren es sogar 34%.

 

 

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Quelle:

http://www.wunschkinder.net

http://www.babycenter.de

http://www.fehlgeburt.at

http://www.urbia.de

http://www.bmj.com

http://www.klinikum.uni-muenchen.de