Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Selten benutzt man auch die Worte Schmetterlings- oder Engelskinder. Nicht zu vergessen sind auch die Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten.

 


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Laut den durchschnittlichen Zahlen im Internet liegt das Fehlgeburtsrisiko nach 3 oder mehr Fehlgeburten bei 25 - 46% im Gegensatz zu dem allgemeinen Risiko von 11 - 15% die jede Schwangerschaft birgt.Jedoch ist das eigentliche Risiko schwer zu ermitteln, da dies von der Ursache der Fehlgeburten abhängt. Diese können aber nur in 50% der Fälle überhaupt diagnostiziert werden.

 

Eine Langzeitstudie ( der Frauenklinik Liverpool, Department of Obstetrics and Gynaecology, 1991) mit 222 Patientinnenuntersuchte den Verlauf einer Schwangerschaft nach wiederholten Fehlgeburten, ohne bekannte Ursache. 55 Patientinnen (25%) hatten erneut eine Fehlgeburt. davon 54 Patientinnen im ersten Trimester und 1 Patientin im 2 Trimester. Weiter stellten sie feste, dass:

  • eine vorherige Lebensgeburt die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft nicht erhöht

  • die gefährlichste Zeit von Schwangerschaftswoche 6 – 8 ist

  • nach Herzschlag in der 8 Schwangerschaftswoche die Erfolgsaussichten bei 98% liegen

  • nach der 10 SSW die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft bei 99,5% liegt.

 

Auch haben verschiedene kleine Studien mittlerweile nachgewiesen, dass die Ursache einer Fehlgeburt eine psychische Beteiligung hat/haben kann.

Weitere Studien haben gezeigt, dass deshalb eine fürsorgliche und intensive Begleitung durch den Arzt sowie Ultraschall die Rate der Fehlgeburten senkt. Dies wurde unter dem Begriff "Tender loving care" bekannt.


Studie

Tupper & Weil

Stray - Pedersen &

Stray - Pedersen

Liddell et al.

Clifford et al.

Jahr

1960

1984

1991

1997

Patientenanzahl

(Behandelte Patienten + Kontrollgruppe)

19

(keine Kontrollgruppe)

61

53

201

Entbindungen ohne TLC

33%

33%

49%

Entbindungen mit TLC

84%

86%

86%

74%

 

Frauen die nach habituellen Aborten erneut schwanger sind, sollten deshalb

  • wöchentliche gynäkologische Kontrollen samt Ultraschall erhalten.

  • ermutigende Beratung über Verlauf der Schwangerschaft erhalten.

  • emotional unterstützt werden. (Gegebenenfalls auch psychosozial/Psychotherapeutisch)

  • allgemeine Belastung und Stress vermeiden.

  • jederzeit bei Bedarf in der betreuenden Klinik vorstellig werden dürfen.

So werden Ängste und Stress minimiert und Sicherheit vermittelt.