Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Selten benutzt man auch die Worte Schmetterlings- oder Engelskinder. Nicht zu vergessen sind auch die Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten.

 


Cool Linkmarker

Stille Geburt (Totgeburt)

 

Von einer stillen Geburt spricht man, wenn das Kind nach der 12 Schwangerschaftswoche auf normalem Wege Tod geboren wird. „Still“ deshalb, weil der zu erwartende Schrei des Kindes ausbleibt. Bei einer stillen Geburt, wird die Mutter bzw. die Eltern durch Fachpersonal im Kreißsaal eines Krankenhauses, Geburtshaus oder selten auch zu Hause betreut.

Wird der Tod des Kindes bei einer Vorsorgeuntersuchung festgestellt oder verspürt die Mutter beispielsweise keine Kindsbewegungen mehr und erhält danach per Ultraschall die Diagnose, muss die Geburt eingeleitet werden (Gel, Zäpfchen, Tabletten, Wehentropf) Es kann aber auch unter einem normalen Geburtsverlauf zu einer stillen Geburt kommen. Oder die Frau fährt mit einsetzenden Wehen ins Krankenhaus. Sollte die Diagnose (beispielsweise) „intrauteriner Fruchttod“ unverhofft gestellt werden, sollten den Eltern die Zeit eingeräumt werden, die sie benötigen. Auch wenn es einige Tage sein sollte.

 

Möglicher Ablauf

 

Auch bei einer stillen Geburt sollte die Geburt selbstbestimmt sein. Die Frau entscheidet beispielsweise das Tempo oder welche Position für sie am angenehmsten ist. Es sollte eine Bezugsperson bei ihr sein dürfen (Ehemann, Freundin,...) und auch das Klinikpersonal sollte nach Möglichkeit so selten wie möglich wechseln. Auch störende Aspekte wie die Klingel oder das Telefon sollten ausgeräumt werden. Eine ruhige und wärmende Atmosphäre sollte geschaffen werden (gedämpftes Licht, leise Musik, Aroma öle,...). Manche Kliniken bieten einen Geburtsraum für stille Geburten in unmittelbarer Nähe des Kreißsaals jedoch nicht im Kreißsaal selbst an. So werden, für die Eltern, die quälenden ersten Schreie der Neugeborenen vermieden. Der Schrei, den diese Eltern niemals von ihrem Kind hören werden. Der Frau werden Schmerzmedikationen und eventuell auch eine leichte Sedierung angeboten.

 

Wenn das Kind geboren wurde, sollten die Eltern gefragt werden, ob sie ihr Kind sehen möchten. Auch für diese Entscheidung sollte genügend Zeit eingeräumt werden. Manchmal lehnen Eltern dies ab, weil sie sich vor dem Anblick ihres toten Kindes fürchten. Entweder aufgrund von Erzählungen oder bestehenden Behinderungen des Kindes. Die Hebamme sollte den Eltern einfühlsam beschreiben, wie ihr Kind aussieht. Ängstigende Stelle können meist geschickt mit einem Tuch verdeckt werden.

Eventuell kann das Kind gebadet und mit der eigenen Kleidung angezogen werden. Die Eltern sollten es berühren, in die Arme nehmen, an ihm riechen und es küssen dürfen. Es sollte Ihnen auch Ruhe zum Kennenlernen und Abschied nehmen eingeräumt werden. In vielen Krankenhäusern dürfen Eltern einige Stunden mit ihrem Kind alleine verbringen. Auch sollten Eltern darauf hingewiesen werden, dass sie ihr Kind durch einen Bestatter (sollte das Kind über 500g wiegen) nach Hause bringen lassen und aufbahren dürfen. Diese Zeit mit dem Kind ist von enormer Bedeutung. Sie kann nicht mehr nachgeholt werden. Man sollte die Eltern darauf hinweisen, dass die Bilder und Videos von dieser gemeinsamen Zeit machen dürfen und auch sollen. Lehnen Eltern ab ihr Kind zu sehen, sollte das Fachpersonal Bilder vom Kind machen und sie den Eltern in einem verschlossenen Umschlag mitgegeben werden. So können sie ihr Kind doch noch sehen, wenn in Ihnen dieser Wunsch aufkommt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind greifbare Erinnerungen. So sind auch Namensbänder, Hand- und Fußabdrücke von wichtiger Bedeutung. Oder Gegenstände, die mit der stillen Geburt in Verbindung gebracht werden (eine brennende Kerze, das Tuch in dem das Kind eingewickelt war,...)

 

Die Tage und Wochen nach der stillen Geburt

 

In Bearbeitung


Nach oben