Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Selten benutzt man auch die Worte Schmetterlings- oder Engelskinder. Nicht zu vergessen sind auch die Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten.

 


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Mögliche Ursachen:


Zervixinsuffizienz (nach der 16 SSW)

Eine Zervixinsuffizient ist eine Gebärmutterhalsschwäche. Der Gebärmutterhals besteht aus Muskelgewebe und ist die Verbindung der Gebärmutter in die Scheide. Er ist durch einen Pfropfen verschlossen. Durch Eine Verletzung, Bindegewebeschwäche oder Dehnung kann eine Schwächung des Gebärmutterhalses entstehen. Das bedeutet, dass er den Druck (schwerer werdendes Baby + wachsende Gebärmutter, Mehrlingsschwangerschaften) nicht mehr halten kann, nachgibt und sich öffnet. 

 

Infektionen 

Keime in der Scheide (wie Streptokokken der Gruppe B, Gardnerella vaginalis) können den Geburtskanal hoch wandern und bilden dort als eine Art Stoffwechselprodukt Prostaglandine (Prostaglandine werden vom Körper nach 40 Schwangerschaftswochen für die Geburt gebildet. So soll die Gebärmutter Wehen bekommen). Bei einer Infektion wird dem Körper der Frau also eine vollendete Schwangerschaft "vorgespielt".

Eine Infektionskrankheit (wie Masern, Röteln, Toxolasmose, Listeriose) kann von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Je nach Schwangerschaftsfortschritt kann diese zu einer Schädigung, Fehl- oder Frühgeburt führen.

Infektionen können auch in Folge der Gebärmutterhalsschwäche zu einem vorzeitigen Blasensprung führen.

Die häufigsten Infektionen sind: Herpes simplex, Toxoplasmose, Listerien,

Hepatitis, Zytomegalie, Varizellen, Mykoplasmen und Chlamydien

 

Probleme mit der Plazenta

Plazentainsuffizienz

Es handelt sich hierbei um eine Funktionsschwäche der Plazenta. Sie wird nicht ausreichend durchblutet und somit wird das Kind nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dies führt selten zum Tod eines Kindes.

Plazentariss

Plazentaablösung (Abruptio placentae)

Sie wird in 3 Formen unterteilt. Bei der schweren Form (mehr als 2/3 der Plazenta sind von der Gebärmutter gelöst) entstehen starke Blutungen und die Mutter hat einen Kreislaufschock. Das Kind wird nicht mehr versorgt und kann meist nicht gerettet werden.


 

Probleme bei der Entwicklung des Babys

Durch Chromosomenschäden ausgelöst

Beispielswiese: das Edwards-Syndrom, Neuralrohrdefekt, Hydrocephalus (Wasserkopf) oder angeborene Herzschäden

Mehrlingsschwangerschaft

Bei zweieigen Zwillingen erhöht sich das Risiko einer Fehlbildung auf 50% gegenüber einem Einzelkind. Eineiige Zwillinge haben ein 5x höheres Risiko einer Fehlbildung. Häufig treten Defekte an der sogenannten Mittellinie, dem Herzen und der Lunge sowie Gesichtsspalten auf.Auch das FFTS (Fetofetale Transfusionssyndrom) ist ein Risikofaktor bei eineiigen Zwillingen. Dort erhält ein Baby zuviel Flüssigkeit und ist damit überversorgt. Folge ist eine Herzüberbelastung. Das andere Baby bekommt zu wenig Flüssigkeit und ist somit unterversorgt. Folge hier ist, dass das Baby "verhungert". Unbehandelt sterben mehr als 90% dieser Kinder.

Morbus haemolyticus neonatorum

Diese im Mutterleib entstandene Erkrankung entsteht meist durch eine Blutgruppenunverträglichkeit von Mutter und Kind. Wenn die Mutter Rhesus negativ ist und das Kind Rhesus positiv ist, kommt es zu einem Übertritt der kindlichen Erythrozyten (rote Blutkörperchen) in das mütterliche Blut. Dies löst eine Bildung von spezifischen Antikörpern aus, da das Immunsystem der Mutter diese "Eindinglinge" vernichten will. Bei einer Folgeschwangerschaft passieren diese Antikörper die Plazenta und binden sich an die kindlichen Erythrozyten. Diese werden dadurch zerstört. Durch eine vermehrte Blutbildung versucht das Kind die Zerstörung zu kompensieren. Gelingt dies nicht, entwickelt das Kind eine schwere Anämie (Blutarmut). Aufgrund dessen entsteht eine Sauerstoffunterversorgung im gesamten Organismus. Die resultierenden Folgen sind: Herzinsuffizienz (Herzschwäche), Aszitis (Erguss in der Bauchhöhle), Schwellung von Leber und Mutterkuchen (Hydrops fetalis), massive Gelbsucht sowie generalisierte Ödeme (Wasseransammlungen im gesamten Körper).

 

Übertragung des Kindes

Ab dem errechneten Geburtstermin steigt mit jeder Woche geringfügig das Risiko einer Totgeburt (vorausgesetzt der Termin wurde richtig berechnet). Ob die Kinder länger im Bauch bleiben weil etwas nicht stimmt oder ob der längere Aufenthalt im Bauch sie gefährdet ist unklar. In der Regel wird ab ET+10 (10 Tage nach dem errechneten Geburtstermin) die Geburt eingeleitet, sollte bis dahin alles unauffällig sein.

 

Schwangerschaftsbedigte Risiken 

Gestose / Schwangerschaftsvergiftung / HELLP-Syndrom

Eine Gestose entsteht durch eine veränderte Blutgefäßbeschaffenheit, deren Ursachen teilweise unklar sind. Folge sind hoher Blutdruck, Eiweißausscheidungen, Wassereinlagerungen, Nieren- oder Leberfunktionsstörungen und eine daraus resultierende eventuelle Minderversorgung des Kindes. Zudem besteht bei der Mutter ein erhöhtes Risiko von Organschäden.

Nabelschnurkomplikationen

Beispielsweise Insertio velamentosa (die Nabelschnurgefäße verlaufen z.T. frei in den Häuten der Plazenta), Vasa praevia (Gefäße die sonst in den Eihäuten gebettet sind, laufen ungeschützt an der Fruchthöhle entlang?), selten Nabelschnurumschlingungen oder -Knoten.

Grünes Fruchtwasser

Durch eine Stress-Situation setzt das Kind seinen ersten Stuhlgang in der Fruchthöhle ab. Dies führt zur grünen Verfärbung des Fruchtwassers. Wenn das Kind dies aspirieren sollte, kann es zum "intrauterinen Fruchttod" (Kind stirbt im Mutterleib)oder zur Lungenentzündung mit Todesfolge kommen.

 

Andere gesundheitliche Probleme der Mutter

Wie beispielsweise Diabetes, Epilepsie, Bluthochdruck, Nierenschäden oder Sichelzellenanämie, Cushing-Syndrom

 

Untersuchungen zur Entdeckung von genetischen Erkrankung

Amniozentese (Fruchtwasserpunktion)

Bei der Amniozentese kommt es durch eine von 200 Untersuchungen zu einer Fehlgeburt.

Chorionbiopsie

Bei der Chorionbiopsie liegt das Risiko mit 0,5 bis 1 Prozent noch etwas höher.

 

Plötzlicher Kindstod

Noch immer sterben knapp 200 Kinder jährlich am plötzlichen Kindstod. Die Eltern finden ihr Kind meist am Morgen leblos im Bett. Die Ursachen sind immer noch unbekannt (man kennt jedoch gewisse Risikofaktoren)

 


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Quellen:

http://www.netmoms.de/magazin/geburt/fruehgeburt/ursachen-einer-fruehgeburt/

http://www.liliput-lounge.de

http://www.zwillinge.at

http://www.wikipedia.de

http://www.baby-kommt.de

http://www.gestose-frauen.de