Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Selten benutzt man auch die Worte Schmetterlings- oder Engelskinder. Nicht zu vergessen sind auch die Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten.

 


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Bitte erkennt unsere Kinder und unsere Trauer an!

 

Der Verlust unserer Kinder ist mit Worten nicht zu beschreiben. Es ist ein kaum auszuhaltender Schmerz, der niemals vergehen wird. Er wird mit der Zeit nur erträglicher. Wir wissen, dass der Verlust unserer Kinder auch für unser Umfeld schwer ist. Welche Worte soll man wählen? Wie soll man sich verhalten? Hier sollen Sie ein paar Ratschläge bekommen, damit Sie sich in dieser Situation sicherer fühlen und als Hilfe empfinden. Und auch, damit Sie uns nicht noch in unserer Trauer verletzen sondern stützen.


+ Nennt unser Kind beim Namen 

- Sagt nicht Fehl- oder Todgeburt zu unseren Kindern


+ Wenn ihr sagt das ihr für uns da seid, dann seid das auch

- Meidet nicht den Kontakt zu uns

 

+ Nehmt unser Kind in eure Mitte auf

- Tut nicht so, als hätte es unser Kind nicht gegeben

 

+ Hört uns zu und seid ehrlich (z.B. ich weiß nicht was ich sagen soll)

- Sagt nicht einfach etwas, um was gesagt zu haben


 - Sagt bitte nicht Sätze wie

  • Ihr seid ja noch jung

  • Wer weiß, wofür es gut war

  • Es war doch noch kein richtiges Kind

  • Besser als ein krankens Kind

  • Besser so früh als später in der Schwangerschaft

  • Das Leben geht weiter

  • Nächstes Mal geht es gut

  • Macht ihr denn ein Neues (Kind)

  • Zeit heilt alle Wunden

  • Wenigstens weißt du jetzt, dass du schwanger werden kannst

  • Du hast ja noch Zeit

  • Wie lange willst du noch trauern

  • Andere haben es noch schwerer getroffen

  • Du musst jetzt stark sein

  • Du wirst bestimmt schnell wieder schwanger

  • Ihr habt doch schon x Kinder

  • Lenk dich ab und geh gleich wieder arbeiten

  • Wie konntest du dir dein Kind/“DAS“ nur ansehen und anfassen

  • Wir sind Eltern, wir wissen wie es dir jetzt geht

  • Du übertreibst / Du steigerst dich da rein

  • Versucht es einfach nochmal

 

+ Zeigt Verständnis für unser Verhalten

- Erwartet nicht, dass wir nach wenigen Tagen/Wochen wieder wie vorher sind

 

Wir erleben ein Gefühlschaos und wissen nicht damit umzugehen. Trauer, Sehnsucht, Schmerz, Hilflosigkeit, Schuldgefühle und auch Wut wechseln sich ab. Sie sind mal sanfter und mal härter zu uns. Und sie brechen nicht mit Vorankündigung über uns herein. Wir müssen nicht nach einer bestimmten Zeit wieder funktionieren! Wir dürfen weinen, schreien und wütend sein. Vielleicht tut ihr es gemeinsam mit uns, nehmt uns einfach in den Arm oder hört uns zu wenn wir über unser Kind sprechen und wechselt nicht das Thema.

 

Vielleicht können Sie Ihre Anerkennung der Trauer und des Verlustes auch zeigen. Sie können den Sterneneltern einen Brief schreiben was indem Sie etwas über das verstorbene Kind schreiben. Oder ein Sternenkindergedicht einrahmen und schenken, mit zum Friedhof gehen, eine Gedenkkerze herstellen,.... Notieren Sie sich den Todestag und vielleicht auch den eigentlich errechneten Entbindungstermin und erinnern sich an diesen Tagen mit den Eltern gemeinsam an das Kind. Auch Mutter-und Vatertag spielt für die Betroffenen eine wichtige Rolle. Denn sie sind Mutter und Vater!

 

Auch praktische Hilfe ist wertvoll in dieser schweren Zeit. Nehmen sie der Familie Besorgungen ab. Gehen Sie für die Familie einkaufen, kochen etwas für sie oder machen andere Erledigungen die anstehen und von Ihnen übernommen werden könnte.

 

Auch wenn es für Sie eine schwere Situation ist und sie Angst vor dem Umgang mit den Betroffenen haben, versuchen Sie ihre eigene Furcht hinten an zu stellen. Die Sterneneltern werden es Ihnen von Herzen danken. Sie werden eine wichtige Stütze sein.

 

 

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