Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Selten benutzt man auch die Worte Schmetterlings- oder Engelskinder. Nicht zu vergessen sind auch die Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten.

 


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Traueraufgaben nach James William Worden

 

J. W. Worden formulierte vier Aufgaben zur Bewältigung der Trauer:

 

1. Den Verlust als Realität akzeptieren

 

Gerade zu Beginn der Trauer wird die Realität geleugnet und die Situation als

Nicht-Wirklich hingestellt.


2. Den Trauerschmerz erfahren


Um den Trauerprozess ohne Folgen (Depressionen, Abhängigkeit von Nikotin, Alkohol, etc, Angststörungen, Suizidgefahr, gestörtes Sozialverhalten, etc.) durchlaufen zu können, ist es wichtig, sich der Trauer mit allen Komponenten zu stellen und den Schmerz zuzulassen. Unterdrückung würde zu einem späteren Ausbrechen führen.


3. Sich an eine Umwelt anpassen, in der der Verstorbene fehlt


Reflexion über das Leben des Verstorbenen und seine Position und Aufgabe im eigenen Leben. Nach und nach sollte eine Übernahme dieser Aufgabe durch den Trauernden erfolgen; diese Übernahme führt zur Entwicklung des eigenen Selbst und ermöglicht den Weg in eine Zukunft ohne den Verstorbenen.


4. Emotionale Energie abziehen und in eine andere Beziehung investieren  

 

Schwierigste Aufgabe, da Trauernde oft das Gefühl haben, den Verstorbene zu „verraten“.

Im besten Falle löst sich der Trauernde emotional von dem Verstorbenen und wendet sich neuen Beziehungen jeglicher Art zu. Die Erinnerungen an den Verstorbenen bleiben im Herzen erhalten, jedoch kann das Wissen um den Verlust als Angst vor weiterem Verlust in neue Beziehungen getragen werden. Wichtig ist die Erkenntnis, dass das Sich-Anderen- zuwenden nicht bedeutet, dass man den Verstorbenen vergisst oder verrät.

 

Quelle:

https://www.trauerland.org

http://www.tk.de

http://psychologiedertrauer.blogspot.de

http://www.bestattungen-michael.de

 

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Vier- Phasen-Modell eines Trauerprozesses nach Kindsverlust nach Bowlby und Parkes

Phase 1: Inneres Chaos

 

Im Anschluss an die Diagnosestellung befindet sich die betroffene Frau in einem emotionalen Schockzustand. Unglaube, Angst, Verleugnung stehen im Vordergrund. Die Kommunikation der Mutter mit ihrem Kind wird eingestellt. Die betroffene Frau weint sehr viel, versinkt in tiefer Traurigkeit, ist voller Sehnsucht nach ihrem Kind und sucht nach ihm. Das Gefühl, selbst abgestorben zu sein, kann mit schwingen. Dieses Gefühl ist vorrübergehend und wird durch die völlige Hilflosigkeit und Ohnmacht angesichts der Situation ausgelöst. Diese Phase kann Stunden bis Tage andauern.

Phase 2: Realisation

 

Diese Phase ist durch Verzweiflung und endlose Enttäuschung gekennzeichnet. Diese können sich in Wut umwandeln, z.B. Wut auf den Gynäkologen, Arzthelfer, etc.

 

Phase 3: Auflösung

Nach einigen Monaten beginnt die Mutter /die Eltern sich dem Leben wieder zuzuwenden. Der Verlust des Kindes ist präsent, jedoch nicht mehr im Vordergrund.

 

Phase 4: Stabilisierung

 

Nach ca. ein bis zwei Jahren ist der Verlust weitestgehend psychisch verarbeitet.

 

Auch hier besteht in jeder Phase die Gefahr des Stillstandes mit einem chronischen Trauerverlauf.

Selbst bei einem vollendeten Trauerprozess kann auch nach Jahren, insbesondere am Todestag, Geburtstermin, Feiertagen die Trauer um den Verlust wieder hervor brechen.

 


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