Was sind Sternenkinder?

Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder, werden oft liebevoll von ihren Eltern so genannt. Selten benutzt man auch die Worte Schmetterlings- oder Engelskinder. Nicht zu vergessen sind auch die Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten.

 


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Trauerprozess nach Verena Kast in vier Phasen

 

  1. Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens

  2. Phase der „aufbrechenden chaotischen Emotionen“

  3. Phase des Suchens- Findens- und Sich -Trennens

  4. Phase des neuen Selbst- und Weltbezugs

 

Zu 1:

Diese erste Phase kann Stunden bis Tage andauern. Der/Die Betroffene steht unter Schock und will die Situation nicht wahrhaben. Man wirkt wie erstarrt und lässt Gefühle der Trauer nicht zu.

 

Zu 2:

Ist der Verlust nicht mehr zu leugnen, etwa durch Sichtkontakt zu dem Verstorbenen, entsteht Raum für widersprüchlichste Gefühle wie Wut, Angst, Liebe, Schuld, Sehnsucht, Freude, die Suche nach einem Schuldigen. Frau Kast beschreibt, dass das Zulassen dieser Gefühle von großer Wichtigkeit ist, um den Trauerprozess nicht zu stoppen. Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und Infektanfälligkeit können auftreten. Man fühlt sich allein.

 

Zu 3:

Phase der Rückbesinnung auf sich selbst, auf das eigene Selbst, auch auf die eigenen Wurzeln, auf das, was trägt im eigenen Leben, auf das, was bleibt.“ (Kast, 2011), in der man durch Erinnerungen an den verlorenen Menschen sowie Träume und Gesprächen mit Anderen, den Verstorbenen suche. Laut Kast ermöglicht dies das Ablösen vom Verstorbenen und das Neu- Einlassen auf das Leben; Der Rückblick auf ein Leben mit dem Verstorbenen, mit positiven und negativen Seiten, mache erkennbar, was wichtig war und ist und ermögliche das Sich-öffen für ein Leben ohne den Verstorbenen. In dieser Phase komme es dennoch im Alltag immer wieder zum Auftreten der in Phase Zwei genannten Gefühle, welche jedoch die Trauerarbeit positiv beeinflüssten. Gegen Ende dieser Phase verstehe „man sich selbst als Menschen, der zwar einen Verlust erlitten hat, der aber doch auch wieder für sich allein ganz sein kann, somit auch wieder Sinn erlebt und eine Zukunft hat.“ (Kast, 2011)

 

Zu 4:

In dieser Phase sei der/die Trauernde in der Lage, wieder ins Leben zu treten und neue Beziehungen jeglicher Art einzugehen, in dem Wissen, dass das Leben und damit auch Beziehungen vergänglich und dennoch wertvoll sind und Trauer möglich ist. Nun könne man den „Schmerz um den verstorbenen Menschen“ (Kast, 2011) ziehen lassen. 

Quelle: http://www.psychotherapie-wissenschaft.info

 

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Trauerprozess nach Yorick Spiegel in 4 Phasen

 

  1. Schockphase

  2. kontrollierte Phase

  3. Phase der Regression

  4. Phase der Anpassung

 

 

Zu 1:

Kurze, von Stunden bis Tage andauernde Phase, welche mit der Nachricht über den Tod beginnt. Der/Die Betroffenen wirkt wie erstarrt, bekommt nur wenig vom Leben um sich herum mit; durch Unterstützung von Freunden und Familie kommt es meist nicht zum vollständigen Zusammenbruch

 

Zu 2:

Durch Selbstkontrolle des Trauernden und die Unterstützung durch Andere bei z.B. organisatorischen Dingen wie Bekanntgabe des Todes, Beerdigung, etc. wird ein Zusammenbruch weiterhin vermieden. Dadurch rückt der Trauernde subjektiv in den Hintergrund, er/sie entfernt sich innerlich von seinem Umfeld. Eine innere Leere stellt sich ein, welche den Trauernden im Leugnen der Realität unterstützt und das Beherrschen der Gefühle weiterhin ermöglicht. Kommunikation wird so weit möglich vermieden, der Trauernde distanziert sich von seinem Umfeld. Diese Phase endet, sobald die Unterstützung nachlässt, so z.B. nach der Beerdigung, wenn die Anwesenden abreisen.
Zu 3:
Rückzug des Trauernden, starke Gefühlsausbrüche, teils auch Aggressivität treten in den Vordergrund da er/sie mit dem Verlust des Verstorbenen konfrontiert wird. Angebotene Hilfe durch z.B. Freunde wird abgelehnt, obgleich er/sie diese gerne annehmen würde. Häufig treten Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Müdigkeit und der Hang zu Alkohol, Nikotin und Medikamenten auf.
Zurückgezogen von der Welt und in starker Verbindung zum Verstorbenen setzt der Trauernde sich mehr und mehr mit der Realität auseinander und versucht, mit der Situation und deren Folgen zu leben.

Zu 4:
Der Trauernde ist in dieser Phase wieder in der Lage, neue Beziehungen einzugehen, er/sie distanziert sich nicht mehr und versucht, sein Leben weiter zu leben. Der erlebte Verlust bleibt präsent jedoch nicht im Vordergrund. Rückfälle in vorherige Phasen sind jederzeit möglich, jedoch dann meist nicht von so großer Dauer.
  Quelle: http://de.wikipedia.org

 

 

 

Diese Phasenmodelle erwecken den Eindruck, dass es sich bei den Phasen der Trauer um feste Stufen handelt, die in der vorgegeben Reihenfolge durchlaufen werden. Aus diesem Grund sind sie umstritten. Geht man davon aus, dass die gezeigten Phasen der Trauer ineinander übergehen, parallel laufen und individuell abhängig sind von der trauernden Person, so machen sie den Prozess der Trauer deutlich und nachvollziehbar.

Aufgrund dieser Möglichkeit des Fehlverständnisses wurden sogenannte Traueraufgaben entwickelt, welche, im Gegensatz zu den Phasenmodellen, vom Trauernden eine eigene Aktivität erfordern.

 

 

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